Solaranlagen Wartung und Solaranlagen Betriebskosten
Wartung und Betriebskosten
Die Betriebskosten einer installierten Solarstromanlage sind sehr gering, da sie praktisch wartungsfrei funktioniert. Wenn man regelmäßig den Stromzähler abliest und kontrolliert, kann man eine eventuelle Störung meist frühzeitig erkennen und beheben. Auch Staub und Schmutz werden normalerweise vom Regen und Schnee abgewaschen. Nur bei hartnäckigen Verunreinigungen wie Vogelkot oder Blätter sollte man Hand an legen und sie so schnell wie möglich entfernen. Die standardisierten Zertifizierungen von Solarmodulen sollen sicherstellen, dass sie auch schwere Hagel- und Schneefälle überstehen. Beim Hageltest wird ein Aufprall von Hagelkörnern mit 25 mm Durchmesser simuliert. Die statische Belastung wird auf der Vorder- und Rückseite mit 2400 Pa und die Frontbelastung mit 5400 Pa getestet.
Einspeisevertrag
Für Betreiber einer Solaranlage ist natürlich der Einspeisevertrag von besonderer Bedeutung. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird Produzenten von Solarenergie die Abnahme des Stroms zum gesetzlichen Mindestpreis versichert. Diese Garantie besteht erst nach Unterschrift eines entsprechenden Vertragsangebot, welches der zuständige Stromnetzbetreiber nach der Fertigmeldung des Elektroinstallateurs versendet. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Vertrag klar und deutlich formuliert ist und Leistungszeit und Zahlungsfälligkeit eindeutig geregelt sind. Hierbei sollten Leistungen und Preis, also die eingespeisten Kilowattstunden und ihre Vergütung, aufeglistet sein. Besteht eine Mehrwertsteuer-Pflicht, muss diese in der Rechnung aufgeführt werden. Außerdem ist wichtig, dass der Schuldner richtig benannt ist, da sonst der Anspruch auf die Zahlungen verfallen kann.
Montage
Ganz generell ist der Aufwand beim Einbau einer Solaranlage und die damit zusammen hängende Verschmutzung relativ gering. Verglichen mit dem Installation einer Thermieanlage, bei der man dicke Rohre verlegen muss, lassen sich die Leitungen bei Solarkollektoren sehr viel einfacher einbauen.
Die Montage einer Solaranlage, auch Kollektoranlage genannt, kann auf verschiedene Weisen durchgeführt werden. So lassen sich die Kollektoren in ein geneigtes Dach integrieren, auf eine freistehende Fläche oder ein Flachdach aufständern oder auf ein geneigtes Dach oder an eine Fassade montieren. Es wird oft darauf hingewiesen, dass jede dieser Möglichkeiten ihre eigenen Vor- und Nachteile aufweist. Letztlich entscheidet die konkrete Situation, die Art der Solaranlage und die eigenen Präferenzen, welche Lösung am besten ist. Die Montage auf einem Schrägdach oder einer Fassade mit Neigung bestimmt zum Großteil die Ausrichtung der Solaranlage. Daher empfiehlt sich diese Anbringung nur bei einer möglichst klaren Ausrichtung nach Süden. Sollte das nicht gegeben sein, empfiehlt es sich, die Kollektoranlage frei aufzustellen oder auf einem Flachdach zu montieren, da sich dort die Südorientierung und der günstigste Neigungswinkel erreichen lässt.
Nun zur praktischen Beschreibung. Die Solarmodule werden durch Montagebohrungen auf Schienen verschraubt. Diese werden auf den Dachplatten verlegt und mithilfe von Dachhaken an den Dachsparren befestigt. Die Solarmodule werden in Serie miteinander verbunden, indem der Plus-Anschluss mit dem Minus-Pol des anliegenden Moduls verklemmt wird. Um zu vermeiden, dass bei teilweiser Verschattung die ganze Solaranlage ausfällt, werden parallel zu den Modulreihen Bypass-Dioden eingebaut. Diese Dioden leitet den Strom an den gerade nicht arbeitenden Solarzellen vorbei. Vom Dach zum Wechselrichter geht daher nur ein Kabel pro Modulfeld. Ein Erdungskabel muss an die Schienen angeschlossen werden, wenn kein Blitzableiter vorhanden sein sollte. Idealerweise befindet sich der Wechselrichter im Keller, da er dort nur geringen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Von dort geht ein Kabel in den Zählerschrank, in dem sich der Einspeisezähler befindet. Dort muss es aber einen zweiten freien Zählerplatz geben. Vom Schrank kann die Solaranlage nun an den Hausanschluss und damit ans Stromnetz angeschlossen werden. Und los geht´s!
Inselanlage
Zuletzt sei noch die Möglichkeit angesprochen, keinen Strom zur Netzeinspeisung herzustellen, sondern die Energie in speziellen Batterien zu speichern und nur für einen sogenannten Inselbetrieb zu nutzen. Meistens wird so eine Inselanlage in einsamen Gegenden ohne Anschluss an ein Stromnetz aufgestellt. So ist diese Technologie auch besonders in Entwicklungsländern interessant, da es dort auf dem Land oft kein Elektrizitätsnetz gibt.
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