Billige Variante: Flexible Solarmodule aus Chipverschnitt
Die Billig-Option erhält Bayerischen Energiepreis
Es gibt eine preisgünstige und billigere Variante zu den herkömmlichen Solarmodulen. Flexible Solarmodule aus Chipverschnitt, der als Abfall bei der Computerherstellung entsteht. Man kann sie vielseitig einsetzen, günstig produzieren und sie bringen mehr Leistung als flache, starre Solarmodule. Dafür gab es 2004 sogar den Bayerischen Energiepreis für eine Entwicklerfirma. Dort wurde die Technologie zu einem faltbaren Solarmodul in einem kleinen handlichen Paket entwickelt, mit dem man Kleingeräte überall aufladen oder sogar betreiben kann. Beispielsweise die Autobatterie, das Handy oder sonstige Kleingeräte, die sich an den Zigarettenanzünder anschließen lassen.
Flexible Solarmodule passen sich vielen Formen an
Die flexiblen Solar-Module lassen sich in geschwungene Formen bringen und passen sich im Gegensatz zum starren Solarpanel auch an ausgefallene Gebäudeformen an. So ist Architekten bei der Gestaltung und Anpassung von Solarmodulen und damit der Energieversorgung der Zukunft kaum noch Grenzen gesetzt. Diese Solarmodule bestehen aus flexiblen Solarzellen, in denen sich kleine Siliziumkügelchen mit rund einen Millimeter Durchmesser befinden. Entwickelt hat diese Technologie die US-amerikanische Firma Spheral Solar aus Cambridge. Nach Herstellerangaben seien diese diese Energiemodule weitaus günstiger herzustellen als ein herkömmlicher Solarpanel.
Leichter und ressourcenschonend
Die flexiblen Solarmodule werden aus Halbleiter-Verschnitt produziert, der bei der Computerchip-Produktion anfällt und brauchen daher keine fehlerfreien und damit teueren Flächen aus amorphem oder kristallinem Silizium. Diese Silizium-Reste werden zu kleinen Kügelchen geformt und zwischen zwei Aluminium-Folien eingelagert. Somit lassen sie sich nach Belieben formen und biegen. Außerdem ist diese Technologie ressourcenschonender. Man braucht nur ca. 9 Tonnen Silizium für Zellen mit einem Megawatt Leistung und einem Wirkungsgrad von etwa 11%. Dagegen benötigt die herkömmliche "Flach-Technologie" 18 bis 24 Tonnen für die gleiche Stromausbeute. Das macht die Solarmodule aus "Kugel-Zellen" auch um einiges leichter. Einige Hersteller sprechen einer Gewichtsreduktion von 60%. Verglichen mit flachen Solarpanels vergrößert sich durch die Wölbung der aktive Oberflächen-Bereich, auf den die Sonnenstrahlen treffen.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für autarke Solarsysteme
So lassen sich die flexiblen Solarmodule an gewölbten Fassaden von Gebäuden anbringen. Es ist auch möglich, gewöhnliche gerundete Dachziegel mit den biegsamen Solarmodulen zu beschichten. Dank ihrer Leichtigkeit und Seewasserbeständigkeit kommen dieses Solarsystem besonders auf Booten und Automobilen zum Einsatz. Dünne flexible Solarmodule werden auch in mit Elektronik ausgestatteten Textilien eingearbeitet, die über die anschmiegsamen Solarflächen mit Strom versorgt werden können. Die Module eignen sich vor allem für autarke Solarsysteme wie Solarlampen. So finden sie im solaren Haushalt als Beleuchtung für Bushaltestellen oder Firmenschilder, sowie als Gartenleuchten und bei der Versorgung von vielen Geräten und Maschinen von Teichpumpen bis zu Funkmasten ihre Verwendung.
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